DIN EN ISO/IEC 17025
„Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien“
ist im Jahr 2000 in Kraft getreten. Alle akkreditierten Laboratorien sind aufgefordert,
sich innerhalb von zwei Jahren auf die neue Norm einzustellen und die formulierten
Forderungen zu erfüllen.
Eine der wesentlichen „neuen“ Forderungen ist in Kapitel 5.4.6 „Schätzung der Messunsicherheit“
wie folgt formuliert:
„5.4.6.2 Prüflaboratorien müssen über Verfahren für die Schätzung der Messunsicherheit
verfügen und diese anwenden“
Anmerkung 1: Der Grad der Strenge, die bei der Schätzung der Messunsicherheit
erforderlich ist, hängt von Faktoren ab wie z.B.:
- je Anforderung der Prüfmethoden
- Die Anforderungen der Kunden
- Das Vorhandensein enger Grenzen für die Entscheidung bezüglich der Einhaltung einer
Spezifikation
„5.4.6.3 Bei der Schätzung der Messunsicherheit müssen alle Unsicherheitskomponenten,
die für den betreffenden Fall von Bedeutung sind, in Betracht gezogen werden, wobei
angemessene Auswertungsverfahren zu verwenden sind“
Die Weiterbildung
ist für die Praktiker in den Laboratorien konzipiert, die Prüfergebnisse ermitteln
und zu deren Aufgabe die Angabe der Messunsicherheit gehört. Besondere mathematische
Kenntnisse sind nicht erforderlich.
Es soll gezeigt werden, dass:
- eine Berechnung möglich und sinnvoll ist
- eine Expertenschätzung der Messunsicherheit möglich und sinnvoll ist
Zusätzlich werden Berechnungsmodelle aktueller Prüfnormen Schritt für Schritt dargestellt
und erläutert.Alle gezeigten Methoden werden anhand von Beispielen aus der Laborpraxis
diskutiert. Dabei wird einer pragmatischen, praxisorientierte Herangehensweise Vorrang
vor detaillierten mathematischen Ableitungen gegeben. Es werden konkrete Arbeitswerkzeuge
vorgestellt.
Die Workshop-Unterlagen enthalten alle relevanten mathematischen Schritte mit Beispielrechnungen.
Der Schwerpunkt des zweiten Workshoptages liegt in der selbständigen Umsetzung der
gezeigten Modelle in der individuellen Laborsituation.
Der Workshop
Messunsicherheit Teil 1
Inhalt:
- Grundlagen
- Messunsicherheit- Ergebnisunsicherheit
- Schritte zur Berechnung
- Allgemeine Festlegungen
- Elemente der Messunsicherheit
Messunsicherheit Teil 2
Inhalt:
- Einsatz von Referenzmaterialien
- Ergebnisse aus Eignungsprüfungen
- Schätzverfahren
- Kerbschlagbiegeversuch
- Zugversuch
- Härteprüfung
- Erfahrungsaustausch und Praxisbeispiele der Teilnehmer
Für jeden Workshop werden maximal 12 Teilnehmer aufgenommen.
Die Begrenzung der Teilnehmerzahl soll sicherstellen, dass auf individuelle Fragen
der Teilnehmer eingegangen werden kann.
Info- und Anmeldeflyer für 2010
Die Teilnahmegebühren inkl. Workshop-Unterlagen, Mittagessen und Pausengetränke
betragen: 675 € (zzgl. USt)